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Meerforellen fangen

Alles zum Angeln auf Meerforellen

Vom Strand aus, watend, bei jedem Wetter: Saison, Reviere, Köder und Regeln für die Meerforelle an der Ostsee – und alle Guides, die aus den tausend Würfen ein paar hundert machen.

Steckbrief Meerforelle

Wissenschaftlich
Salmo trutta trutta – die Wanderform der Forelle
Lebensraum
Küste, Förden und Sunde der Ostsee; zum Laichen in Bächen und Flüssen
Größe
an der Küste meist 40–60 cm; Rekorde um 1 m und 15–16 kg
Beste Zeit
Frühjahr (März–Mai) und Herbst (Sept–Nov); Winter in den Förden, Sommer nachts
Nahrung
Tangläufer, Garnelen, Ringelwürmer, Sandaale, Hering
MindestmaßSchonzeiten, Mindestmaße und Schongebiete ändern sich häufig und unterscheiden sich je nach Bundesland, Land und Gewässer. Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr – vor dem Angeltag, besonders an einem neuen Gewässer, immer die aktuellen Regularien auf den offiziellen Seiten prüfen.
40 cm (SH, DK), 45 cm (MV)
Laichzeit
Oktober – Januar im Süßwasser; SchonzeitenSchonzeiten, Mindestmaße und Schongebiete ändern sich häufig und unterscheiden sich je nach Bundesland, Land und Gewässer. Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr – vor dem Angeltag, besonders an einem neuen Gewässer, immer die aktuellen Regularien auf den offiziellen Seiten prüfen. je nach Land

Meerforelle angeln an der Ostsee

Die Meerforelle ist eine Forelle, die ins Meer gegangen ist – und dort wird sie zu einem anderen Fisch: silbern, schnell, wandernd, im Frühjahr fett vom Hering, im Herbst braun vom Laichkleid. Man fängt sie vom Strand aus, watend, mit Blinker, Küstenwobbler, Sbirolino oder Fliegenrute, und man fängt sie selten: Auf einen Fisch über 50 Zentimeter kommen an der dänischen Küste im Schnitt rund 40 Angelstunden. Wer trotzdem hinfährt, tut es wegen der Küste, wegen des einen Bisses, der alles ändert – und weil man diese Stunden mit Wissen deutlich verkürzen kann. Genau dafür ist diese Seite da.

Vier Jahreszeiten, vier verschiedene Fischereien

Die Meerforelle hat keine Saison, sie hat vier – und in jeder gelten andere Regeln. Im Herbst liegt das Wasser wochenlang im Optimum, die Fische fressen sich vor dem Winter voll, aber ein wachsender Teil färbt sich und zieht zum Laichen; wer blanke Fische will, wählt das Revier nach dem Abstand zum nächsten Aufstiegsbach. Im Winter entscheidet eine einzige Größe über alles – Wassertemperatur mal Salzgehalt –, die Fische stehen in den Förden, und die beste Tageszeit ist ausnahmsweise der Mittag. Das Frühjahr ist die zweite Hauptsaison: Erst kommen die Heringsfresser, dann die Sandaalzeit, dazwischen ein paar Tage, an denen schwärmende Ringelwürmer jeden Köder wertlos machen. Und der Sommer verlagert die ganze Fischerei in die Nacht, ins tiefe Wasser und auf kleine schwarze Köder. Wann morgens, abends oder mittags die besseren Karten liegen, erklärt der Guide zur besten Tageszeit; welches Wetter in welcher Jahreszeit hilft, der zum Meerforellenwetter.

Wo an der Ostsee

Meerforellen gibt es an der gesamten Ostseeküste, aber nicht überall gleich. In Schleswig-Holstein sind die Klassiker die offene Küste um Fehmarn, die Hohwachter und die Lübecker Bucht, Dazendorf und Weißenhaus – und im Winter die Förden von Flensburg, Eckernförde und Kiel sowie die Schlei, in denen das salzärmere Wasser die Fische hält. Mecklenburg-Vorpommern bietet Rügen mit seiner Nordküste und Kap Arkona, ist aber vom 15. September bis 14. Dezember komplett geschlossen. Dänemark ist das Land der Meerforelle: Fünen mit hunderten Kilometern Küste, Als, Ærø und Langeland im Süden, Møn mit seinen Kreidesteilküsten und Bornholm mit tiefem Wasser vor den Felsen – dort werden im März die großen Fische gefangen. Was alle guten Stellen verbindet: Struktur. Leopardengrund aus Sand, Steinen und Tang, Riffkanten mit schnellem Tiefenwechsel, Buhnen, Strömungskanten an Landzungen und Sunden. Ein Strand ohne Struktur ist ein Strand ohne Forellen.

Köder und Methoden

Der Standard ist die Spinnrute mit 15 bis 25 Gramm Blech: Küstenblinker wie Snaps, Möre Silda oder Hansen Flash, immer öfter als Durchlaufblinker mit Einzelhaken, die im Drill weniger Fische verlieren. Küstenwobbler wie der Spöket laufen langsamer und flacher und sind die Wahl über Kraut, bei zickigen Fischen und in Sommernächten. Wenn die Fische Kleinnahrung fressen und Blech nur nachlaufen – im kalten Frühjahr, zur Ringelwurmzeit, nachts –, kommt die Fliege ins Spiel: an der Fliegenrute oder mit dem Sbirolino an der Spinnrute, der sie bei jedem Wind vierzig Meter weit trägt. Die Springerfliege vor dem Blinker kombiniert beides. Welche Farbe wann fängt, ist weniger Glaubensfrage als Frage der Sicht; Spinner, Gummi und Naturköder sind Nischen mit klarem Einsatzgebiet, keine Ersatzmethoden.

Regeln: Mindestmaß, Schonzeit, gefärbte Fische

Das MindestmaßSchonzeiten, Mindestmaße und Schongebiete ändern sich häufig und unterscheiden sich je nach Bundesland, Land und Gewässer. Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr – vor dem Angeltag, besonders an einem neuen Gewässer, immer die aktuellen Regularien auf den offiziellen Seiten prüfen. liegt in Schleswig-Holstein und Dänemark bei 40, in Mecklenburg-Vorpommern bei 45 Zentimetern. In SH sind gefärbte Fische vom 1. Oktober bis 31. Dezember geschont, blanke dürfen ganzjährig entnommen werden; in MV gilt vom 15. September bis 14. Dezember eine vollständige SchonzeitSchonzeiten, Mindestmaße und Schongebiete ändern sich häufig und unterscheiden sich je nach Bundesland, Land und Gewässer. Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr – vor dem Angeltag, besonders an einem neuen Gewässer, immer die aktuellen Regularien auf den offiziellen Seiten prüfen. und danach eine Fangbegrenzung von drei Fischen pro Tag; in Dänemark sind gefärbte Fische vom 16. November bis 15. Januar geschützt, und um Bachmündungen gelten ganzjährige Schutzzonen. Unabhängig vom Gesetz gilt an der Küste: Gefärbte Aufsteiger und abgemagerte Absteiger gehen zurück, ein 40er hat noch nie gelaicht, und ein Einzelhaken ohne Widerhaken macht das Zurücksetzen zur Sache von Sekunden. Wie groß Meerforellen wirklich werden und was ein 60er wiegt, steht im Guide zur Größe.

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Häufige Fragen zum Meerforellenangeln

Wann ist die beste Zeit zum Meerforellenangeln?

Frühjahr und Herbst, weil das Wasser dann zwischen 6 und 14 Grad liegt und die Fische in Ufernähe fressen. Im März kommen die Heringsfresser, im April und Mai die Sandaalzeit; von September bis November fressen sich die Fische vor dem Winter voll. Der Winter lohnt in den salzärmeren Förden um die Mittagszeit, der Sommer nur nachts. Jede Jahreszeit hat auf dieser Seite einen eigenen Artikel.

Womit fängt man Meerforellen?

Meist mit der Spinnrute und 15 bis 25 Gramm Blech – Küstenblinker, Durchlaufblinker mit Einzelhaken, Küstenwobbler wie der Spöket – oder mit der Fliege, an der Fliegenrute oder hinter dem Sbirolino. Wenn die Fische Garnelen, Tangläufer oder Ringelwürmer fressen, schlägt die Fliege das Blech; eine Springerfliege vor dem Blinker kombiniert beides.

Wie groß wird eine Meerforelle?

An der Küste sind die meisten Fänge 40 bis 55 Zentimeter lang und wiegen bis 1,5 Kilo; ein 60er ist ein guter, ein 70er ein kapitaler Fisch. Möglich sind über ein Meter und 15 Kilo – die Rekorde aus Deutschland und Dänemark liegen bei 15 bis 16 Kilo. Auf einen Fisch über 50 Zentimeter kommen an der dänischen Küste im Schnitt etwa 40 Angelstunden.

Welche Meerforellen sind geschont?

Gefärbte, laichbereite Fische und abgelaichte Absteiger. In Schleswig-Holstein sind gefärbte Fische vom 1. Oktober bis 31. Dezember geschützt, in Mecklenburg-Vorpommern alle Meerforellen vom 15. September bis 14. Dezember, in Dänemark gefärbte Fische vom 16. November bis 15. Januar. Das MindestmaßSchonzeiten, Mindestmaße und Schongebiete ändern sich häufig und unterscheiden sich je nach Bundesland, Land und Gewässer. Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr – vor dem Angeltag, besonders an einem neuen Gewässer, immer die aktuellen Regularien auf den offiziellen Seiten prüfen. beträgt 40 Zentimeter in SH und Dänemark, 45 in MV.

Wo an der Ostsee fängt man Meerforellen?

An Küsten mit Struktur: Leopardengrund, Riffkanten, Buhnen, Strömungskanten. In Schleswig-Holstein um Fehmarn, in der Hohwachter und Lübecker Bucht und im Winter in den Förden; auf Rügen außerhalb der SchonzeitSchonzeiten, Mindestmaße und Schongebiete ändern sich häufig und unterscheiden sich je nach Bundesland, Land und Gewässer. Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr – vor dem Angeltag, besonders an einem neuen Gewässer, immer die aktuellen Regularien auf den offiziellen Seiten prüfen.; in Dänemark auf Fünen, Als, Ærø, Langeland, Møn und Bornholm. Große Fische kommen dort in Wurfweite, wo tiefes Wasser bis an den Strand reicht.